Synthesia: Videos mit KI-Avataren ohne Kamera erstellen
Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du darüber ein Tool kaufst, erhalten wir ggf. eine Provision, für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Die Angaben beruhen auf öffentlich verfügbaren Informationen des Anbieters (Stand: September 2026). Preise und Funktionen ändern sich häufig, bitte prüfe sie direkt beim Anbieter.
Auf einen Blick
- Wofür: Erklär-, Schulungs- und Produktvideos aus einem Text erzeugen, gesprochen von einem KI-Avatar
- Für wen: Selbstständige und Kleinunternehmer, die Videos brauchen, aber nicht selbst vor der Kamera stehen wollen
- Nicht für dich, wenn: du aufwendige Filmszenen oder besonders natürliche Bewegungen brauchst
- Ausprobieren: Laut Anbieter gibt es einen kostenlosen Einstieg, dessen Umfang sich nach Angaben unterschiedlicher Quellen unterscheidet. Prüfe ihn direkt beim Anbieter
- Sprachen: Laut Anbieter mehr als 140, die Website gibt es auch auf Deutsch
Das Problem, das Synthesia lösen will
Ein gutes Erklärvideo braucht Kamera, Licht, Ton, einen ruhigen Raum und Mut vor der Kamera. Viele Selbstständige schieben das deshalb ewig vor sich her. Bei Synthesia schreibst du den Text, wählst einen Avatar und eine Stimme, und das Video wird für dich erzeugt.
So sieht die Arbeit mit Synthesia aus
- Text schreiben oder einfügen. Du gibst das Skript ein oder lässt dir eines vorschlagen.
- Avatar und Stimme wählen. Du suchst einen Avatar aus der Bibliothek und wählst Sprache und Stimme.
- Szenen gestalten. Du ergänzt Bilder, Bildschirmaufnahmen oder Folien und legst dein Design fest.
- Video erzeugen. Synthesia erstellt daraus das fertige Video.
- Anpassen und veröffentlichen. Änderst du den Text, änderst du das Video. Du kannst es herunterladen oder als Link teilen.
Die wichtigsten Funktionen und was sie dir bringen
KI-Avatare und Stimmen. Laut Anbieter gibt es hunderte Avatare und über tausend Stimmen. Du brauchst weder Sprecher noch Studio.
Viele Sprachen. Ein Video lässt sich in andere Sprachen übersetzen oder neu vertonen. Das hilft, wenn du Kunden in mehreren Ländern hast.
Änderungen per Text. Wenn sich etwas ändert, passt du den Text an, statt neu zu drehen.
Eigener Avatar. Laut Anbieter kannst du ein digitales Abbild von dir erstellen. Dafür brauchst du eine kurze Aufnahme und ein Einverständnis-Video, danach wird der Avatar nach Anbieterangaben innerhalb eines Tages erzeugt.
Weitere Werkzeuge. Dazu gehören ein Bildschirmrekorder, Videovorlagen, Untertitel, ein Marken-Design und die Umwandlung von PowerPoint-Folien in Videos.
Hinweis: In Besprechungen anderer Quellen heißt es, dass Bewegungen der Avatare bei längeren Videos steif oder wiederholend wirken können. Sieh dir ein Beispielvideo an, bevor du entscheidest.
Datenschutz und Sicherheit
Synthesia hat seinen Sitz in Großbritannien. Der Anbieter gibt an, DSGVO- und SOC-2-konform zu sein. Eigene Avatare setzen laut Anbieter ein ausdrückliches Einverständnis der abgebildeten Person voraus, sodass niemand ohne Zustimmung nachgebildet werden kann. Denk außerdem daran, KI-erzeugte Videos zu kennzeichnen. Die rechtlichen Vorgaben ändern sich, prüfe die aktuellen Regeln für dein Land.
Kosten und Testphase
Synthesia bietet mehrere Tarife, die sich vor allem bei der Videominuten-Menge, der Zahl der Avatare und den Zusatzfunktionen unterscheiden. Es gibt laut Anbieter einen kostenlosen Einstieg. Wie viele Minuten und welche Funktionen er enthält, wird in verschiedenen Quellen unterschiedlich beschrieben. Schau deshalb direkt beim Anbieter nach, ob und in welchem Umfang du gratis testen kannst. Eigene Avatare, Stimmklonen und Zusatzfunktionen sind laut Anbieter bezahlten Tarifen vorbehalten.
Unser Tipp: Erstelle ein kurzes Testvideo mit einem Text, den du ohnehin brauchst, und prüfe, ob Avatar, Stimme und Sprache zu deinem Auftritt passen.
Für wen lohnt sich Synthesia?
Gut geeignet, wenn du:
- regelmäßig Erklär-, Schulungs- oder Produktvideos brauchst
- nicht selbst vor der Kamera stehen willst
- Videos in mehreren Sprachen anbieten möchtest
- Inhalte oft aktualisieren musst
Weniger geeignet, wenn du:
- persönliche, authentische Videos willst, in denen Kunden dich selbst sehen sollen
- aufwendige Szenen, Schnitte und Effekte brauchst
- nur ein einziges Video im Jahr planst (dann lohnt sich ein Abo kaum)
Wenn du dich selbst aufnehmen und nur einfach schneiden willst, ist Descript besser geeignet.
Häufige Fragen
Muss ich vor die Kamera?
Nein. Ein Avatar spricht deinen Text. Für einen eigenen Avatar brauchst du dagegen eine kurze Aufnahme.
Wirken die Videos natürlich?
Das ist Geschmackssache. Sieh dir Beispielvideos an und prüfe, ob sie zu deinem Auftritt passen.
Funktioniert es auf Deutsch?
Die Website gibt es auf Deutsch. Ob Stimme und Aussprache für deine Texte passen, prüfst du am besten mit einem Testvideo.
Darf ich meine Kunden mit KI-Videos ansprechen?
Im Regelfall ja, ehrliche Kennzeichnung ist aber sinnvoll. Prüfe die geltenden Vorgaben.
Reicht die kostenlose Testphase?
Zum Ausprobieren, ja. Für regelmäßige Videos brauchst du einen bezahlten Tarif.
Entscheidungshilfe
Synthesia passt, wenn du regelmäßig Videos brauchst und keine Kamera-Arbeit willst. Drei Fragen helfen dir:
- Brauchst du mehrmals im Jahr Erklär- oder Schulungsvideos? Dann lohnt sich ein Werkzeug.
- Willst du nicht selbst vor der Kamera stehen? Dann ist Synthesia dafür gedacht.
- Ist dir ein persönlicher Auftritt wichtiger als schnelle Videos? Dann filme lieber selbst.
